Sommerliche Vor- und Nachsaison auf Kreta

Kreta
Archäologisches Museum
Die Inselhauptstadt Heráklion besitzt eine der besten Sammlungen aus minoischer Zeit. Da verzaubert eine barbusige Schöne mit Schlangen in den Händen die Besucher, zeigt eine Steatit-Vase, dass die Griechen schon immer Reigentänze liebten. Und der Goldschmuck ist so schön, dass ihn Juweliere kopieren - gleich gegenüber kann man ihn kaufen.

Palast von Knossos
Die minoische war die erste Hochkultur auf europäischem Boden. Sie erblühte vor 4000 Jahren auf Kreta. In Knossos nahe Heráklion fand der britische Archäologe Sir Arthur Evans zwischen 1900 und 1941 den überzeugendsten Beweis dafür: eine Stadt mit Frisch- und Abwasserleitungen, sogar Badewannen und ein Wasserklosett wurden gefunden.

Análipsi
Leonidas Grammaticas, in der Schweiz ausgebildeter kretischer Koch, betreibt minoische Archäologie auf seine Art. Er versucht, der Kochkunst der Minoer auf die Spur zu kommen. In seinem Restaurant "Porfira" am Strand des südostkretischen Dorfes kredenzt er abends seine Forschungsergebnisse zu exzellenten kretischen Weinen. (Tel. 0030/843/521 89)

Insel Chrissí
Wenn man an Kretas Südküste schon bis Análipsi vorgedrungen ist, sollte man auch einmal morgens im Nachbarort Makrigialos aufs Ausflugsboot steigen und in einer Stunde zum vorgelagerten Inselchen Chrissí hinüberfahren. Heute lebt dort niemand mehr, doch vor 2000 Jahren war es eine wohlhabende Siedlung. Die Bewohner züchteten Purpurschnecken zum Färben kaiserlicher Gewänder.

Samariá-Schlucht
Das wohl bekannteste landschaftliche Highlight liegt ganz im Westen der Insel in den Weißen Bergen: Die 18 Kilometer lange Samariá-Schlucht, von der etwa 15 durchwandert werden können, wurde 1962 zum Nationalpark erklärt. Organisierte Tagestouren dorthin werden überall angeboten.



Chaniá
Auch die Venezianer, die die Insel von 1210 bis 1669 beherrschten, prägten Kretas Gesicht. In der Altstadt von Chaniá, Kretas zweitgrößter Stadt, haben sie ihre Spuren am deutlichsten hinterlassen. Palazzi und Mietshäuser säumen verwinkelte Gassen, gotische Kirchen stammen ebenso aus venezianischer Zeit wie die Synagoge.

Vai
Hier liegt der berühmteste Strand der Insel, vielleicht weil er von einem herrlichen Palmenhain gesäumt wird, der unter Naturschutz steht. Aber auch die Bucht mit der Strandsichel und dem türkisfarbenen Meer ist verlockend.

Réthimnon
Der alte Kreter Nikos Gounakis, der exzellent Deutsch spricht, verbringt seine Tage mit seinen Schafen und Ziegen, aber abends kommt er in seine kleine Taverne in der Altstadt von Réthimnon, um seinen Söhnen zu lauschen, wenn sie die Lyra spielen.

Asomatos
Erinnerungen an alte Zeiten zu bewahren ist Familientradition im Haus des 80-jährigen Priesters Papamichalis Georgoulakis. Jetzt haben er und seine deutsche Schwiegertochter Romi Zürcher das Haus als originellstes Museum der Insel allen zugänglich gemacht. (Mo-Sa 10 bis 15 Uhr)

Offroad in den Bergen
Seit 2001 werden geführte Enduro-Touren auf Kreta angeboten. Mit der 650er geht es eine Woche lang vom festen Standquartier bei Réthimnon aus jeden Tag zu neuen Zielen; Info: Sportvisions (Tel. 089/15 89 04 60, Fax 15 89 04 61, info@sportvisions.com)


Das alles fand für Sie heraus:
Klaus Bötig im Reiseteil der Welt am Sonntag vom 7. Oktober 2001.

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